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Elbtunnel - Mitte
  Stautheorie  
 

Verkehrsleitsystem
Seit einigen Jahren gibt es vor dem Elbtunnel eine moderne Verkehrslenkungsanlage, die schon zig Kilometer vorher den Verkehrsstrom misst, mit Computerdaten abgleicht und ein Tempolimit ermittelt und anzeigt. Mittlerweile ist das System recht ausgereift (auf Schwächen wird an anderer Stelle eingegangen). Wenn das System einen Stau anzeigt, dann werden an vielen Fahrzeugen gleich die Warnblinklichter eingeschaltet und eine Vollbremsung mit ABS-Funktionskontrolle hingelegt, obwohl noch kein einziges bremsendes Fahrzeug zu sehen ist.

elbtunnel-verkehrsleitsystem

Wenn Sie diese Lichtzeichen immer befolgen würden, warum richten Sie sich nicht nach der dort angezeigten Höchstgeschwindigkeit? Vielleicht weil Sie dort nicht ein einziges Mal seit der Einführung geblitzt worden sind? Diese Lichtzeichen sind genau so verbindlich wie ein Halteverbotschild oder die Tempo-30-Zone. Und ob Sie es glauben oder nicht: Diese Verkehrslenkungsanlage hat einen Sinn (und der Sinn ist nicht die Missachtung)! Falls Sie übrigens den Eindruck haben dies sei eine Promo-Seite der Polizei Hamburg oder des Herstellers von Schilderbrücken, dann liegen Sie falsch. Der Sinn dieser Anlagen (und Website) ist die rechtzeitige Regulierung des Verkehrsflusses ähnlich wie ein Wehr in einem Kanal. Es soll nur so viel Verkehr vor den Tunnel gelangen, dass dieser dort gut fließen kann. Wenn nun ein jeder viel zu schnell fährt, ist auch wiederum zu viel Verkehr vor dem Tunnel, was wiederum den Abstand der einzelnen Fahrzeuge verringert und den bereits erörtert STAU zur Folge hat.

Langsamer wäre schneller!
War das zu schnell? Nochmal langsam: Fließender Verkehr in und vor dem Tunnel ist gewährleistet, wenn der Abstand der einzelnen Fahrzeuge groß genug ist, so dass niemand bremsen muss. Fährt ein Fahrzeug schneller als das vor ihm fahrende Fahrzeug kommt es unweigerlich zu einem Auffahrunfall. Das will keiner, also muss Abstand her. Genügend Abstand wird nur erreicht, wenn gleich schnell oder langsamer als der Vordermann/frau gefahren wird. Es darf natürlich nicht so langsam gefahren werden, dass der nachfolgende Verkehr behindert wird. Die kluge Verkehrslenkungsanlage misst das Verkehrsaufkommen, berücksichtigt Tageszeit und Biorhythmus usw. und zeigt dann anschließend die optimale Höchstgeschwindigkeit an diesen - leider stets missachteten - Schilderbrücken an.

Den meisten Autofahrern ist jedoch nicht verständlich, wieso sie schon 12 Kilometer vor dem Tunnel 80 fahren müssen, wo doch alles frei zu sein scheint. Andere haben vielleicht den Sinn erkannt und denken sich, dass es reicht, dass die anderen das Tempolimit befolgen. Ein einzelnes zu schnelles Fahrzeug verursacht noch lange keinen Stau, Herr Egoist! Stauforscher haben ermittelt, dass bei 80 bis 85 km/h das beste Fortkommen gewährleistet ist. Bei dieser Geschwindigkeit passen die meisten Fahrzeuge mit optimaler Geschwindigkeit und Abstand auf die Fahrbahn.

Es nützt daher wirklich allen sich danach zu richten! Wer glaubt, dadurch wesentlich später anzukommen irrt gewaltig: Auf einer Strecke von 15 km vor dem Tunnel genau 80 km/h zu fahren dauert 11 Minuten 15 Sekunden. Fahren Sie 110 km/h benötigen Sie für die gleiche Strecke 8 Minuten und 12 Sekunden. Das sind gerade mal 3 Minuten mehr (und das Risiko von 75 Euro Verwarnungsgeld). Die stehen Sie dann aber im Stop-And-Go-Verkehr vor dem Tunnel, was bei Einhaltung der 80 km/h nicht passieren würde. Und mit welchen Speed geht es entspannter zu? Denken Sie das nächste mal darüber nach, wenn Sie mich überholen!

Studien zeigen jedoch, dass der Einzelne eher eigenen Regeln folgt. Das heißt, dass ein Autofahrer zwischen persönlichem Nutzen und dem Risiko, erwischt zu werden, abwägt, um dann das Tempolimit für sich selbst erhöht. Der eine erhöht um 10, der andere um 15 oder 25 Kilometer pro Stunde. Genau dies führt dazu, dass die Abstände (und genau darauf kommt es an) zwischen den Autos stets variieren und ungünstigstenfalls eben zu gering werden. Dies ist der Stau, bzw. stockende Verkehr... wegen Nichts!

Für den Elbtunnel-Stau sind lediglich zwei Gründe verantwortlich:

Ein hohes Verkehrsaufkommen, etwa wie im Berufsverkehr und etwas, was einen gleichmäßigen Verkehrsfluss stört. Das könnten also Sie sein, durch ein Abbremsen wegen zu wenig Abstand oder weil Sie jemanden durch Spurwechsel zum Bremsen zwingt. Kommt es in dieser Kette irgendwo zum Stillstand, pflanzt sich diese Stillstandswelle nach hinten fort. Viele dieser Wellen bringen den Verkehr zum Erliegen.

Die einzige Konsequenz daraus muss sein, mit genügend Abstand zu fahren! Mehr Steuerung brauchen leidgeplagte Elbtunnel-Transiten nicht.

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