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Elbtunnel - Mitte
  Stautheorie  
 

Bremslichterdisco
Als Hauptursache für das Stop-and-Go gilt zu geringer Abstand. Denn wer zu wenig Abstand hält muss auch öfters bremsen und wer bremst erzeugt in aller Regel am Heck seines Fahrzeugs (das ist hinten) ein blendendes, rotes Bremslicht, das den nachfolgenden Verkehr darauf hinweist, dass langsamer gefahren wird. Folglich ist der nachfolgende Verkehr seinerseits gezwungen in die Eisen zu steigen (also auch zu bremsen), was wiederum dieses rote, unangenehme Licht erzeugt. Durch die stets auf hochglanz polierten Kacheln in den alten Tunneln wird diese Bremslichterdisco noch verstärkt. Haben Sie sich schon bei dem folgenden Gedanken ertappt: "Aha, da vorne wird gebremst, dann bremse ich auch gleich mal"? Ganz bestimmt, denn wer fährt schon gerne jemand anderem auf. "Wäre jetzt der Abstand zu meinem Vordermann bloß größer, müsste ich nicht bremsen" ist der folgende richtige Gedanke. Denken Sie was Sie wollen, doch was wirklich gegen den Tunnelfrust hilft ist der richtige Abstand. In der Fahrschule haben Sie als Faustregel gelernt, mindestens den halben Tachsostand in Metern einzuhalten. Wie blöde nur, dass es im Tunnel keine Leitpfosten gibt, die im Abstand von 50 Metern aufgestellt sind und des weiteren der Blinkwinkel eingeschränkt ist, dass eine exakte Abstandsbestimmung nur routinierten Fahrern möglich ist.

elbtunnel-abstand

Noch ein Hinweis für kritische Leser: Der vorherige Absatz soll nicht den Anschein erwecken, dass Sie nicht und niemehr bremsen sollen. Bremsen Sie auch weiterhin so oft und wie Sie wollen und insbesondere dort, wo Sie es für nötig halten, doch bedenken Sie eventuelle Folgen des Bremsen und Nichtbremsens. Übertreiben Sie es bitte nicht mit dem Mindestabstand, so wie die überladenen LKWs und danske Campingvogne bei der 4%igen Steigung. 50 Meter Sicherheitsabstand für PKWs reichen schon aus (sofern Sie sich an die Höchstgeschwindigkeit halten).

So wenig Abstand wie möglich, so viel Abstand wie nötig

Probleme mit den Abstand gibt es immer wieder bei den drei Auffahrten Bahrenfeld, Othmarschen und Waltershof in Richtung Elbtunnel. Bei einer Ampelphase müssen plötzlich sehr viele Fahrzeuge von der Beschleunigungsspur auf die Autobahn wechseln. Während dies zu Stauzeiten immer funktioniert, weil sowieso schon alles kriecht, ist es gelegentlich schon problematisch sich in den fließenden Verkehr einzuordnen ohne diesen zu behindern. Nutzer schneller Fahrzeuge sind hier klar im Vorteil. Geradezu beneidenswert schießen sie rechts an der Kolone vorbei, um sich schnurstracks direkt ganz vorne als erster zwischen zwei LKWs einzufädeln. Dieser ach so forsche Fahrer hat zwar PS aber keine Weitsicht. Denn was nun passiert ist bereits oben beschrieben. Der Sicherheitsabstand des nachfolgenden LKWs (oder anderen Fahrzeugs) verringert sich, er muss langsamer fahren oder gar bremsen (das erfüllt übrigens den Tatbestand der "Nötigung im Straßenverkehr"), der nachfolgende Verkehr ist durch den langsamer werdenen LKW selbst gezwungen langsamer zu fahren und so weiter. Die Lücken werden kleiner und das Verkehrsleitsystem vor dem Elbtunnel zeigt das allseits bekannte rote Dreieck mit den drei Autos drin an...STAU! (Dem aufmerksamen Leser wird der Fehler in der Animation oben links längst aufgefallen sein. Dies ist jedoch Absicht. Es sieht wirklich besser aus!)

Das Auffahren auf eine Autobahn ist ein von Egoismus geprägter Vorgang. "Ich will und muss um jeden Preis da drauf!" ist ganz übertrieben gesagt der Leitgedanke eines jeden Autofahrers. In der Praxis findet dies an den beschriebenen Orten zu Stoßzeiten immer unter Vernachlässigung des Abstandes statt. Dies dürfte die Hauptursache für den täglichen Stau sein.

Eine unlösbare Aufgabe das Problem in den Griff zu kriegen?

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